Ressourcenprojekt

Zielorientierte Biodiversitätsförderung
– ZiBiF –

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Projektüberblick

Die Landwirtschaft trägt eine grosse Verantwortung für den Erhalt der Biodiversität. Mit den bisherigen Förderprogrammen in der Landwirtschaft konnten die Biodiversitätsziele betreffend Qualität der Flächen jedoch noch nicht erreicht werden. Mit dem Projekt wird Biodiversität auf Betriebsebene zielorientiert, standortspezifisch und leistungsabhängig gefördert. Motivation und Akzeptanz der Bewirtschaftenden für die Biodiversitätsförderung werden durch Wissensförderung und mehr Eigenverantwortung gesteigert.

Das Projekt wird gemeinsam vom Kanton Zürich, dem Zürcher Bauernverband und AGRIDEA getragen und vom Bundesamt für Landwirtschaft kofinanziert.

 

Projektinhalte in Kürze

  • In einem Grundlagenplan werden Flächen ausgewiesen, die aufzeigen, wo welche Lebensräume gefördert werden (Lebensraum-Fördergebiete/-elemente).
  • Beiträge erhalten nur Flächen, die gemäss den Zielen die Kriterien an die «richtige» Lage, den «richtigen» Lebensraumtyp und die «richtige» Qualität der Flächen erfüllen.
  • Das Abgeltungssystem erfolgt durch Punkte. Die Punkte werden aufgrund der Lage der Fläche, des Lebensraums und der vorhandenen Qualität vergeben. Je geeigneter der Standort und je höher die Qualität einer Fläche, desto mehr Punkte werden erreicht und desto höher ist der finanzielle Flächenbeitrag.
  • Für die Umsetzung dieses Projekts ist die Beratung der Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter von zentraler Bedeutung.
  • Den Betrieben werden Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, die Auskunft über Lebensraum-Ziele und mögliche zielführende Massnahmen geben. Auch erhalten die Bewirtschaftenden Checklisten, mit denen sie selber Flächen-Entwicklungen beurteilen.
  • Die Bewirtschaftenden werden an Weiterbildungstagen (Arbeitskreise) geschult.
  • Die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter erhalten mehr Eigenverantwortung. Sie werden sowohl auf zielführende wie auch auf schädigende Massnahmen hingewiesen und bestimmen die Bewirtschaftungs-Massnahmen selber. Ihre Arbeiten dokumentieren sie in einem Bewirtschaftungsjournal. Die BFF-Bewirtschaftungs-Vorgaben aus der DZV (QI, QII, Vernetzung) gelten für sie nicht.
  • Der Kanton schliesst mit den Betrieben eine Vereinbarung ab. Sie beinhaltet den Grundsatz, dass zielführende Massnahmen umzusetzen sind und regelt die Pflichten.

 

Die wichtigsten Unterschiede zum bestehenden System

  • Die Biodiversität hat abhängig von der Lage der Fläche, dem Lebensraumtyp und der Flächenqualität einen differenzierten Wert und wird unterschiedlich abgegolten.  
  • Die am Projekt teilnehmende Betriebe sind frei in der Auswahl der Massnahmen, mit denen sie die Biodiversität steigernden Ziele erreichen wollen.
  • Die Betriebe sind freier in der Biodiversitätsförderung, übernehmen aber auch eine grössere Verantwortung für ihr Handeln.